Aus der SZ.de-App: Hackerangriff – Stoppt die Datenekstase!

Der Chefredakteur der Süddeutschen schreibt anlässlich der großen Menge geleakter persönlicher Daten von Politikern und Prominenten Anfang 2019:
„In Deutschland hätte es gute Chancen gegeben, rechtzeitig Sensibilität zu entwickeln: Vor 50 Jahren begannen in Hessen die Arbeiten am ersten Datenschutzgesetz der Welt, im Jahr 1970 trat es in Kraft. Vor 35 Jahren erschuf das Bundesverfassungsgericht das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Die Karlsruher Richter wollten den Bürger „gegen unbegrenzte Erhebung, Speicherung, Verwendung und Weitergabe seiner Daten“ schützen. Das war anrührend und weitsichtig, aber vergeblich.

Ein Großteil der deutschen Politik hat sich darüber lustig gemacht. Sie hat den Datenschutz als Täterschutz diskreditiert. Das hat die Gesellschaft vergiftet. Dieses Gift wirkt nach – bis hinein in die Diskussionen um die Europäische Datenschutzgrundverordnung. Der Datenschutz beginnt mit der Einsicht in seine Notwendigkeit. Es gibt da sehr viel Einsichts-Nachholbedarf, auch und vor allem in der Politik.“

Medienbildung in der Schule ist mehr als digitale Bildung – Medienpädagogik positioniert sich zur Strategie der Kultusministerkonferenz „Bildung in der digitalen Welt“

Die GMK nimmt derzeit die Tendenz wahr, dass der Begriff der Medienbildung sowohl im Hinblick auf den historisch gewachsenen Medienbegriff als auch bezogen auf die Ziele verkürzt wird. Medienbildung ist mehr als der kompetente Umgang mit Technik und Standardsoftware, sie umfasst sowohl das Lernen mit Medien als auch das Lernen über Medien.

Die GMK stellt mit Bedauern fest, dass in der neuesten KMK-Erklärung drei zentrale Handlungsfelder, nämlich „Schulentwicklung“, „Kooperation mit außerschulischen Kooperationspartnern“ sowie der Bereich „Qualitätssicherung und Evaluation“ gestrichen wurden.

Aus der SZ: Digitalisierung der Schule – Smartphone-Pädagogik

Artikel-Empfehlung aus der SZ: Der Pädagoge und Autor Michael Felten über Digitalisierung der Schule – Smartphone-Pädagogik „Die Digitalisierung der Schulen wird von übertriebenen Hoffnungen begleitet. Sie ersetzt weder gute Lehrer noch gute Schüler. Die Digitalisierung ist das große Versprechen in den Schulen. Nichts, was sich dadurch nicht bessern soll, so explizite Versprechen wie implizite Hoffnungen: die Leistungen der Schüler, ihre Motivation, vielleicht gar die Bildungsgerechtigkeit. Nun wird niemand bezweifeln wollen, dass …