WhatsApp: Für Lehrer in Niedersachsen tabu

Niedersachsens Kultusministerium warnt Lehrer vor der Nutzung von WhatsApp (abgerufen: 2019-02-22) für dienstliche und schulische Zwecke. Aus Gründen des Datenschutzes sei dies bereits seit mehreren Jahren unzulässig, sagte ein Sprecher. Auch an WhatsApp-Gruppen von Schülern und Eltern dürfen sich Lehrer in Niedersachsen nicht beteiligen, so der Sprecher.

Aus der SZ.de-App: Hackerangriff – Stoppt die Datenekstase!

Der Chefredakteur der Süddeutschen schreibt anlässlich der großen Menge geleakter persönlicher Daten von Politikern und Prominenten Anfang 2019:
„In Deutschland hätte es gute Chancen gegeben, rechtzeitig Sensibilität zu entwickeln: Vor 50 Jahren begannen in Hessen die Arbeiten am ersten Datenschutzgesetz der Welt, im Jahr 1970 trat es in Kraft. Vor 35 Jahren erschuf das Bundesverfassungsgericht das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Die Karlsruher Richter wollten den Bürger „gegen unbegrenzte Erhebung, Speicherung, Verwendung und Weitergabe seiner Daten“ schützen. Das war anrührend und weitsichtig, aber vergeblich.

Ein Großteil der deutschen Politik hat sich darüber lustig gemacht. Sie hat den Datenschutz als Täterschutz diskreditiert. Das hat die Gesellschaft vergiftet. Dieses Gift wirkt nach – bis hinein in die Diskussionen um die Europäische Datenschutzgrundverordnung. Der Datenschutz beginnt mit der Einsicht in seine Notwendigkeit. Es gibt da sehr viel Einsichts-Nachholbedarf, auch und vor allem in der Politik.“

Datenschutz in Schulen

Im Datenschutzportal des NLQ finden Sie rechtliche Grundlagen, Hinweise zu Publikationen und Urheberrecht, zu Schulnetzen und Kooperationsplattformen an Schulen, zu Schulverwaltung u.v.m. Zum Datenschutzportal für Schulen und Schulträger –>